Sinus - Transfer II


Ein Schild im Eingangsbereich weist die Hildburgschule seit kurzem als
„SINUS – Transfer – Schule“ aus. Was hat es damit auf sich?


Seit Beginn des Schuljahres 2005/06 nehmen fünf Mathematiklehrer an der Fortbildungsmaßnahme „SINUS – Transfer II“ teil.

Anstoß zu dem Programm SINUS (Steigerung der Effizienz des mathematisch- naturwissenschaftlichen Unterrichts) gaben vor rund sechs Jahren die Ergebnisse der TIMSS-Studie. Die Untersuchung zeigte für deutsche Schülerinnen und Schüler deutliche Schwächen im mathematischen und naturwissenschaftlichen Verständnis. Das zunächst auf fünf Jahre angelegte Programm SINUS startete 1998 bundesweit mit 180 Schulen.


Am 1. August 2003 begann das BLK-Programm SINUS-Transfer als Weiterentwicklung des BLK-Modellversuchs SINUS.


SINUS-Transfer wird in zwei Programmwellen durchgeführt ( 2003-2005 und 2005-2007).


13 Bundesländer beteiligen sich an diesem Programm. Zum Start der zweiten Welle (01.08.2005) sind ca. 1870 Schulen in SINUS-Transfer eingebunden, 60 davon aus Niedersachsen. Zu diesen aus einer weit größeren Anzahl aus Bewerberschulen ausgewählten SINUS-Schulen gehört auch unsere Schule.

 

Eine herausragende Rolle im Projekt SINUS spielte die Kooperation zwischen den Lehrkräften. In Schulverbünden, den Sets, entwickelten Lehrerinnen und Lehrer unter wissenschaftlicher Begleitung ihre Unterrichtsmethodik weiter. Reflexion und Evaluation des eigenen Unterrichts waren zentrale Elemente. Die Schulsets wurden von Koordinatorinnen und Koordinatoren betreut, die eng auf Länder- und Bundesebene zusammenarbeiteten.
Das SINUS-Programm gilt inzwischen als Referenzprogramm. Der erfolgreiche Ansatz von SINUS soll nun stufenweise verbreitet werden. Dazu hat die BLK ein überregionales Transfer-Programm aufgelegt. In zwei Wellen (jeweils über zwei Jahre) werden neue Schulnetze an die SINUS-Arbeit herangeführt. Zu Beginn des Schuljahres 2003/04 startete die erste Welle in 13 Bundesländern und ca. 700 Schulen. Die darauffolgende zweite Welle soll bereits mehrere Tausend Schulen erreichen. Das weitere Ziel ist es, den SINUS-Ansatz flächendeckend zu verbreiten.

 

Was tun wir also?



Wir arbeiten in einem Schulset mit der HS Rinteln, der RS Bückeburg und der
H/RS Lindhorst zusammen. In so genannten  „Impulstreffen“ bekommen wir neue Sichtweisen und Methoden für den Mathematikunterricht vorgestellt, die wir dann in weiteren Treffen an unserer Schule diskutieren, weiter entwickeln und ausprobieren. Beim nächsten Impulstreffen werden dann die Erfahrungen und Materialien ausgetauscht.
 

Im nächsten Schuljahr sucht sich jede Schule einen Themenschwerpunkt zur eigenen Bearbeitung und erstellt dazu Grundsätze und Materialien zur Umsetzung.

 

Warum machen wir uns diese ganze Arbeit?

 

Wir wollen die schulischen Leistungen unserer Schüler im Mathematikunterricht verbessern und dabei Wege eröffnen, die neue Zugänge zu den herkömmlichen Gebieten der Schulmathematik schaffen. Das viel beschworene Schlagwort vom „Spaß am Lernen“ vermeide ich hier ausdrücklich, denn das Erlernen von Grundtechniken bleibt weiterhin unerlässlich und das ist in erster Linie schlicht Arbeit. Genau so wie man ohne Werkzeuge kein Haus bauen kann, kann man auch in der Mathematik ohne Grundkenntnisse keine Probleme lösen. Besitzt man aber geeignete Werkzeuge zur Auswahl und kann sie richtig einsetzen, dann kommt der Spaß am Tun und die Freude über das erreichte Ergebnis ganz von selbst.


Wie schon bei der Eröffnungsveranstaltung zum SINUS-Projekt richtig gesagt wurde, werden aber alle Anstrengungen bei lernunwilligen Schülern zum Scheitern verurteilt sein.

Aber die haben wir an unserer Schule ja gar nicht?



e-Mail an die Hildburg Realschule Rinteln

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