Rinteln(la). 300 Kennungen und Passwörter für den
Klick ins Internet hat die "Fachkraft für Computertechnik" an der
Hildburg-Realschule, Christa Zaum, in den vergangenen Wochen an Schülerinnen und Schüler
vergeben.
Das Interesse an dem neuen Medium ist
riesig, und so sind die vier Internetplätze im Gang der Pausenhalle ständig umlagert.
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Dafür gehen die Jugendlichen auch
schon mal etwas eher zur Schule oder bleiben länger. Die 467 Hildburg-
Realschüler verfügen seit 2 Wochen über einen frei
zugänglichen, kostenlosen Internet-Anschluss. Von 7 bis 14 Uhr
laufen die Rechner, und die Internetverbindung ist
geöffnet.Während dieser Zeit können die Schüler nach Lust und Laune im Internet
blättern. Allerdings können nicht alle Seiten geöffnet
werden. Ein eigens eingerichteter Internet-Browser verhindert den Zugriff auf
Seiten mit jugendgefährdendem Inhalt.
- Außerdem sind die PC-Plätze für alle Lehrer
und die Hausmeister gut einsehbar.
- Eine weitere Vorsichtsmassnahme vor eventuellem
Missbrauch ist die
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Protokollierung der angewählten Internetseiten. "Hier
mache ich Stichproben, und bei einem Verstoß wird
dem betreffenden Schüler das Kennwort entzogen, denn schließlich
haben wir unsere Aufsichtspflicht zu
erfüllen", erklärte Christa Zaum.Zwar sind der Internetanschluss und
die Telefongebühren kostenlos, aber die
Anschaffung der notwendigen Hardware hat eine
Menge Geld gekostet.. "6000 Mark haben wir aus
der 'Autonomen Schule' genommen.Das Geld haben die Schüler
schließlich selbst erwirtschaftet, indem sie zum Beispiel ihre Räume gereinigt
haben", berichtete Zaum. Mit 3000 Mark hat der Elternverein das
Projekt unterstützt. Die Software wurde
selbst geschrieben, und die vielen Leitungen
wurden in den Osterferien mit
Hilfe der Hausmeister verlegt.
"Es waren unzählige Arbeitsstunden notwendig, ehe das System zur Nutzung
freigegeben werden konnte."
Die Terminals und Server der Anlage stehen sicher in einemverschlossenen
Nebenraum, und die Software musste so programmiert werden,
dass die Schüler das
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System nicht zum
Absturz bringen können.Denn der Reiz, das sofort zu
probieren sei riesig groß, so Christa Zaum. Spender
gesucht:Zwei weitere Rechner kosten 5000 Mark
Ein PC mit Internetanschluss steht zusätzlich in
einem Lehrerzimmer. Hier üben sich die Lehrkräfte im Umgang mit dem
neuen Medium, und oftmals sind es
die Schüler, die ihnen die neuesten Tricks verraten.
- Über einen gut bestückten PC-Raum für Unterrichtszwecke
verfügt die Hildburg-Realschule schon
seit Jahren. Außerdem haben die Hildburg- Schüler und die Gymnasiasten
seit zwei Jahren vier Rechner mit E-mail-Zugang im oberen Flur
stehen. Hier kann kostenlos Post ausgetauscht werden. Innerhalb des Hauses
werden die Nachrichten noch am selben
Tag zugestellt.Externe Mails werden in
der Nacht ausgetauscht, um Kosten zu sparen.
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- "Wir sind hier schon recht gut ausgestattet.Trotzdem würden
wir uns zwei weitere Rechner für Internetplätze
wünschen. Dazu
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suchen wir einen
Spender , der uns 5000 Mark zur Verfügung
stellt. Dafür würden wir ihn auch
auf dem laufenden Begrüßungsbildschirm erwähnen", erklärte die
engagierte Lehrerin Christa Zaum. In der Hildburgschule hat man
die Zeichen der Zeit erkannt und
baut auf den frühen Umgang mit der
neuen Technik. An den anderen Rintelner
Schulen ist man noch lange nicht soweit. Zwar stehen
den Kindern in manchen
Einrichtungen PC's für Unterrichtszwecke
zur Verfügung, aber durch das Internet
surfen neben den Hildburgschülern
nur noch die Grundschüler in
Möllenbeck. Die meisten Schulen haben aber
bei der Telekom einen Antrag auf Internetanschluss gestellt
und warten darauf, dass die entsprechenden
Leitungen verlegt werden.
- "Für uns ist das noch nicht
aktuell. Wir hoffen aber, mit Beginn des neuen Schuljahres
einen Anschluss zu haben.Dann werden wir prüfen,
inwieweit das Internet für Grundschüler
geeignet ist", sagte Manfred Asche, Leiter der
Grundschule Süd.
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