Berlinfahrt
2001

Vom 23. bis 28. April 2001 machte die
Klasse 10c eine Klassenfahrt nach Berlin.
Hier sind einige Berichte von der
Fahrt:
Montag, 23.April 2001 |
Die Top- Abschlussfahrt
nach Berlin !!!
Am Montag, den 23.April trafen wir
uns um kurz vor acht, voller Vorfreude auf die Fahrt nach Berlin am Bahnhof in Rinteln. Endlich den Prüfungsstress hinter uns lassen
und Action in Berlin !
Nachdem Frau Zimmermann uns die
Fahrkarten in die Hand gedrückt hatte, starteten wir mit dem Zug um 8.10 Uhr nach
Hildesheim. Nach Ankunft um 9.20 Uhr in Hildesheim kam das Geilste an der ganzen Zugfahrt:
In knapp zwei Stunden brausten wir mit dem ICE in die Metropole Berlin, das war ein irres
Gefühl ! Hier erwartete uns die lahme U- Bahn. Mit ihr verbrachten wir eine träge Fahrt
von ca. 30 Minuten, bis wir unser Ziel Hermsdorf erreichten. Und was kam jetzt? Wir
mussten tatsächlich noch unsere Füße benutzen und voll bepackt zu unserer
Jugendherberge kriechen, obwohl wir vom Bummelzug bis ICE alles erlebt hatten.
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Night - live !
Am Montagabend durften wir nach der Stadterkundung das
berühmt- berüchtigte Berliner - Nachtleben entdecken.
Einige von uns sind in das
Kino- Center gegangen. Andere haben im Europacenter einen sehr gemütlichen Pub mit
Livemusik gefunden und haben dort etwas getrunken. Es war sehr lustig und die Stimmung war
super. Da wir schon um 22.45 Uhr in die Jugendherberge nach Hermsdorf zurück mussten,
konnten wir nur einen kleinen Einblick in das Nachtleben werfen.
Dann sind wir nach dem
anstrengenden, aber interessanten Tag todmüde ins Bett gefallen.
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Dienstag, 24. April 2001 |
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Von 9:00 Uhr- 12:00 Uhr haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht. Die Stadtrundfahrt
hat am Bahnhof Zoo, dem Kernstück Berlins, begonnen. Es sind früher sehr viele Menschen
nach West-Berlin gekommen, weil man dort nicht zur Bundeswehr musste.
Der Kudamm ist der beste Ort zum Shoppen.
Danach sind wir an den beiden Gedächtniskirchen vorbeigefahren, die eine wird Puderdose,
die andere wird Lippenstift genannt. Dann haben wir den Quadratbogen gesehen, der aussieht
wie eine Halfpipe, sie ist 154,5 m² lang. Es war ein Geschenk Frankreichs. Die
Siegessäule wird auch Goldelfe genannt, sie guckt in Richtung Westen. Berlin sollte die
größte Stadt der Welt werden. Adolf Hitler wollte Berlin ursprünglich Germania nennen.
Es wurde ein Extragebäude für die Sekretärinnen gebaut. Die Schwangere
Auster" ist eine Kongresshalle für kulturelle und politische Veranstaltungen. Das
Kanzleramt wurde am 02.05.01 eingeweiht, es sieht aus wie eine Waschmaschine. Wir sind
auch an der Schweizer Botschaft vorbeigefahren. Dort sahen wir ein halbrundes Glas, dass
das Auge des Kanzlers darstellen soll.
Berlin hat die größte Baustelle der Welt. Dort soll ein neuer Bahnhof entstehen; dieser
Bahnhof soll 2007 fertig sein und eröffnet werden. Um ca. 9:32 Uhr überquerten wir die
Stadtgrenze. Wir waren dann im sogenannten Scheunenviertel. Viele junge West-Berliner sind
nach Ost-Berlin gezogen.
Anschließend kamen wir an der neuen Synagoge vorbei (jüdischer Sitz). Dann kamen wir an
der Museumsinsel und dem Berliner Ensemble (Bertholt Brecht) vorbei. Wir sahen den
Friedrichstadtpalast; er wurde 1984 eingeweiht. Es wurde extra ein Kindergarten für die
Kinder von Angestellten des Kanzlers errichtet. Dieser Bau kostete ca. 10 Millionen DM.
Dann sahen wir uns die Großprojekte Sony und Daimler an. Unsere nächste Station waren
die neuen, nationalen Galerien, die Staatsbibliothek und das I-Max (3-D Kino). Am
Potsdamer Platz machten wir dann eine kleine Pause.
Es gibt drei Opernhäuser in Berlin: Staatsoper, Deutsche Oper und die Komische Oper. Am
09.11.1989 ist die Mauer gefallen, die wir auch besichtigt haben. Berlin hat eine
Einwohnerzahl von 3,4 Millionen. Am Ende unserer Stadtrundfahrt sahen wir noch den
Berliner Dom, das Rote Rathaus, den Fernsehturm und den Alexanderplatz. Am Türkischen
Markt wurden wir abgesetzt, um unsere Mittagspause dort zu verbringen. Somit war unsere
Stadtrundfahrt beendet.Unsere nächster Anlaufpunkt war das Technische Museum. Dort konnte man selber Versuche machen.
Man konnte Versuche mit Musik, Luft und anderen Sachen durchführen, aber das beste am
Technischen Museum war das Hexenhaus. Man sollte denken, dass man sich mit dem Haus dreht,
dabei saß man auf eine festen Holzbank und nur das Haus drehte sich, es sollte wie eine
optische Täuschung wirken.
Abends gingen wir um 20:00 Uhr ins Planetarium. Man saß in zurückgelehnten Sitzen und
dann sah man an der Decke des Raumes einen Sternenhimmel. Dann wurden die Sternzeichen
gezeigt. Nach der Vorstellung gingen wir zur Sternwarte hinauf; dort durften wir durch ein
großes Teleskop gucken und den Jupiter betrachten. Anschließend sind wir dann nach Hause
gegangen.
Geschrieben von: Katja, Nicole, Anna, Julia und Yvonne
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Donnerstag, 26. April 2001 |
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| Tagesbericht zur Klassenfahrt:
Berlin- Hermsdorf": Am Morgen wurde früh um 6:30 Uhr
geweckt. Um 7:00 Uhr gab es dann pünktlich das Frühstück. An diesem Tag standen das Bundesumweltministerium,
der Bundesrat und anschließend der Besuch des I- MAX" 3D- Kinos
im neugebauten Sonycenter auf dem Programm. Um 8:00 Uhr machten wir uns dann gut gestärkt
auf den Weg zum Ministerium für Umwelt, das am Alexanderplatz liegt.
Das Ministerium ist aber nur sehr klein, es gibt gerade einmal
800 Referenten im Amt. Referenten ist die Bezeichnung für die Sachbearbeiter im Amt. Zur
Zeit ist der höchste Beamte im Bundesumweltamt der Bundesumweltminister Jürgen Trittin.
Ihm stehen die parlamentarischen Staatssekretäre zur Seite, denen die unterschiedlichen
Abteilungen untergeordnet sind. Große Bereiche sind der Klimaschutz, die Energiewende,
der Naturschutz, die Umwelt und der Verkehr und die Umwelt und die
Gesundheit. Leider ist es manchmal sehr schwierig, alle Aufgaben so zu erfüllen, wie
es verlangt wird, weil Einiges in den Aufgabenbereich anderer Ämter fällt und sie sich
so mit anderen Ämtern auseinandersetzen müssen.
Ein großes Thema ist der Erhalt von wichtigen Naturschutzgebieten
und natürlich auch die Ausweitung von solchen Biotopen, die für viele Arten die letzte
Grundlage zum Überleben in Deutschland sind. Man will 10 % der Gesamtfläche der
Bundesrepublik Deutschland als Naturschutzgebiet in den nächsten Jahren ausweisen, diese
Gebiete sollen auch möglichst zusammenhängend sein. Dringend notwendig dazu ist der
Erhalt des Grünen Bandes", die ehemalige Grenzzone zwischen den neuen
und den alten Bundesländer, wo sich im Laufe der Jahrzehnte wichtige Biotope
entwickelt haben. An kaum einer anderen Stelle ist die Natur noch so ursprünglich und
natürlich wie dort, daher muss dieses Gebiet unbedingt geschont werden.
Ein weiteres Thema ist die Atomenergie. Dabei sind die
Sicherheitsbestimmungen in den Kraftwerken wichtig, weil von radioaktiver Strahlung
eine sehr gefährliche Wirkung ausgeht. So können Krankheiten wie Krebs entstehen oder
bei Neugeborenen Missbildungen auftreten. Probleme bringt auch der Transport der
abgebrannten Brennstäbe, der Castortransport zu den Zwischenlagern, weil es sehr
oft zu Demonstrationen und Behinderungen durch Atomkraftgegner kommt. Eine Zielsetzung ist
es, aus der Atomenergie auszusteigen. Heute weiß man, dass es weitaus mehr Probleme mit
sich zieht, als man anfangs dachte. So gibt es bis zum heutigen Datum kein Konzept für
eine sichere und fachgerechte Endlagerung. Jedenfalls sollen die 19 Kraftwerke, die es in
der BRD noch gibt, in etwa 35 Jahren abgeschaltet werden. Regenerative Energien sind die
neue Zukunftsperspektive, weil sie sauber sind und keine radioaktiven Stoffe dabei
entstehen. So sind Windkrafträder, Biogasanlagen und Wasserkraftwerke
durchaus wirtschaftlich. Ein Zusammenhang zur Energieeinsparung hat man auch die
Ökosteuer eingeführt, um Energie einzusparen und um sie effizienter zu nutzen. Nach
einer interessanten Diskussion über umweltpolitische Themen verließen wir das Umweltamt
und begaben uns zum Preußischen Herrenhaus am Potsdamer Platz, in dem sich der Bundesrat
befindet.
Zuvor, vor dem Regierungswechsel, befand er sich in Bonn. Nach unserer
Ankunft wurde uns der Sinn und Aufgabenbereich des Bundesrates deutlich gemacht. Im Bundesrat
befinden sich die Vertreter der Bundesländer. Den Vorsitz haben die
Ministerpräsidenten der Länder. Sie sind ein paralleles Gesetzgebungsorgan zum
Bundestag und sind an der Gesetzgebung stark beteiligt. Das hat den Vorteil, dass
bestimmte Gesetze von den Ländern mitbestimmt werden können. Die Sitzungen zum Beschluss
über Gesetze werden im Plenarsaal abgehalten. Der Bundesratspräsident hat den Vorsitz
und ist gleichzeitig auch ein Ministerpräsident eines Bundeslandes, der Präsident
wechselt ständig. Er eröffnet und schließt die Sitzungen. Sitzungen laufen
folgenderweise ab. Als erstes eröffnet der Bundesratspräsident die Sitzung. Nun macht
die Bundesregierung einen Gesetzesvorschlag, den sie als fertiges Konzept vor den
Ländervertretungen vorstellen und ihre Durchführung beschreiben. Als nächstes ruft der
Präsident dazu auf, dass die Ländervertretungen Stellung nehmen. Anschließend wird
über die allgemeine Akzeptanz des Gesetzes abgestimmt. Die Vertretungen können dem
Gesetz im ganzen Rahmen zustimmen, dem Gesetz mit Vorbehalt, mit Änderungen zustimmen
oder ablehnen. Nach der Theorie folgte für uns dann die Praxis. Wir durften selber im
Plenarsaal eine Art Sitzung halten, als ein Rollenspiel. Unser
Gesetzesvorschlag, über den wir abstimmen mussten, war die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen
Ehen. Jede Ländervertretung musste Stellung zu dem Gesetzesvorschlag am Pult vor den
anderen Ländervertretern nehmen. Es war schon ein etwas merkwürdiges Gefühl, in diesem
großen Saal zu sitzen, aber schon bald war diese anfängliche Angst überwunden. Es kam
zu einer hitzigen Diskussion aber letztendlich wurde das Gesetz angenommen".
Nach dem Besuch des Bundesrates sind wir den größten Teil des
Nachmittags in der Innenstadt gewesen, um einzukaufen oder beim sonnigen Wetter
den Pantomimen bei ihrer Darstellung auf den Plätzen Berlins zuzusehen.
An diesem Tag hat sich das Unglück von Tschernobyl zum 15. Mal gejährt, daher gab es auf
einigen Plätzen der Stadt Protestaktionen der Umweltorganisationen gegen Atomkraftwerke.
Nach dem Abendessen in unserer Herberge fuhren wir mit der
S-Bahn wieder zum Potsdamer Platz. Es dämmerte schon, als wir dort ankamen und den
Prachtbau des Sony- Daimler- Komplexes sahen.
Innerhalb weniger Jahre hat man dort ein Gewerbe- und Büroviertel gebaut, das in Berlin
vergebens seines Gleichen sucht. Wir waren wirklich überwältigt von der Größe der
ineinander verschachtelten Gebäude und vor allem von der gewaltigen Überdachung,
die in der Nacht von mehreren Strahlern beleuchtet wurde, der Effekt war einfach
phantastisch! Doch schon bald mussten wir uns von diesem schönen Bild losreißen, denn
wir wollten ja in das I-MAX" 3D- Kino im Sonycenter. Beinahe hätten wir
die Vorstellung verpasst, weil alles doch recht verwirrend war. Als wir endlich ankamen,
bekamen wir 3D- Brillen, um den 3D- Film sehen zu können. Die Effekte waren überwältigend,
man hatte wirklich das Gefühl, man wäre am Film beteiligt, als wäre alles zum
Greifen nah". Für einige war dieses Erlebnis vielleicht doch etwas zu viel, so
dass sie sich in den Sitz krallten und leise vor sich hinwimmerten. Der Kinosaal, in dem
wir saßen, war 600 Quadratmeter groß und hatte die größte Leinwand der
I- MAX" Kinos. Nach dem Film machten wir uns wieder auf den Weg nach
Hermsdorf, um dann nach diesem anstrengenden Tag erschöpft ins Bett zu fallen.
Die Erlebnisse der Klassenfahrt, geschildert von Nick Büscher &
Elvira Pfeifer |

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