Entlassungsfeier 2005

Abschlussrede 2005
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von Theresa Sophie Söffker
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Liebe Schüler, liebe Eltern und Lehrer,
auch ich als Schülervertreter möchte heute an unserem letzten
Schultag noch ein paar Worte an euch richten. Einige von euch, liebe Mitschüler, erwarten
vielleicht jetzt von mir, dass ich sage,
- die Schule war total
überflüssig oder
- sie hat keinen Spaß
gemacht oder
- wir mußten mitten in der
Nacht aufstehen, um morgens pünktlich da zu sein oder
- der Unterricht war
zu lang, die Pausen zu kurz und wir kamen unausgeschlafen nach Hause.
All das werde ich hier allerdings nicht sagen. Statt dessen möchte ich
euch eine kurze Geschichte zum Nachdenken mit auf den weiteren Lebensweg geben. Wir alle
müssen unseren Weg durchs Leben finden, auf dem unsere gemeinsame Schulzeit Abschnitt
war.
In einer alten Legende wird erzählt, wie drei Götter, nachdem sie die
Menschen erschaffen hatten, das Geheimnis des Lebens vor den Menschen verstecken wollten.
Der Erste hatte die Idee, es an der tiefsten Stelle im Meer zu versenken, der Zweite
wollte es im größten Berg verstecken. Doch sie kamen zu der Erkenntnis, dass irgendwann
die Menschen es mit Hilfe ihrer Intelligenz und ihren technischen Entwicklungen es finden
würden. Der Dritte sprang nach einer Weile auf und rief: "Ich hab es, wir verstecken
das Geheimnis des Lebens im Menschen selbst, da sucht er es niemals!"
Die Anderen waren von diesem Vorschlag begeistert und seitdem ist das
Geheimnis des Lebens so gut versteckt, dass es bisher noch von niemandem gefunden wurde.
Ich habe euch diese Geschichte erzählt, weil ich meine, dass jeder
Mensch seinen eigenen Weg im Leben selber finden muß. Er muß selber herausfinden,
was für ihn das Richtige - der Sinn seines Lebens - ist. Für den einen besteht er darin,
viel Geld zu verdienen, für den anderen darin, viele Freunde und Spaß am Leben zu haben.
Jeder kann sich seine eigenen Ziele setzen und sollte aber die der anderen natürlich
respektieren und achten.
Einige von uns haben sich dazu entschlossen, ins Berufsleben
einzutreten, andere finden die Schule so toll, dass sie sich nicht davon losreißen
können und noch ein paar Jahre dranhängen.
Egal was jeder einzelne nach der Schulzeit tun will, er sollte dabei
den Spruch von Goethe beachten:
" Was
immer Du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es jetzt."
Er sollte also das tun, von dem er überzeugt ist! Dann wird er sein
Ziel auch erreichen.
Aber das alles setzt voraus, dass wir alle, jeder einzelne von uns,
eine für ihn angemessene Schulbildung hat. Dazu sind wir zehn beziehungsweise elf Jahre
zur Schule gegangen und unsere Lehrer haben dazu die Grundlagen geschaffen.
Für sie war es bestimmt nicht immer ganz einfach mit uns, aber
schließlich haben sie ja auch ihren Beruf deshalb gewählt, weil sie in ihm den Sinn /
das Geheimnis ihres Lebens - zumindest für die Zeit ihres Berufslebens - sehen.
Wenn im Unterricht wieder einmal diskutiert wurde, dann bestimmt nur
deshalb, weil die Lehrer wußten, dass
" Diskutieren
immer ein Austausch von Gedanken ist, bei dem die Gefahr besteht, dass man überzeugt
wird."
Es wurde jedoch nicht nur diskutiert, sondern auch
"ernsthaft" unterrichtet. Das bekräftigt folgende Aussage:
"
wir sind doch hier nicht auf den Sportplatz oder in der Kneipe, sondern in einer
Schule."
Auch wenn wir dieses nicht immer eingesehen haben, gelernt haben wir
doch so einiges, jeder hoffentlich das, was er für seinen Lebensweg als richtig und
notwendig erachtet hat.
Für ihre Geduld mit uns und ihr Engagement, mit dem sie uns etwas beigebracht haben,
möchte ich mich bei allen anwesenden Lehrern stellvertretend für alle Schüler herzlich
bedanken. Ich wünsche den Lehrern den gleichen Spaß und die gleiche Freude mit den
nachfolgenden Generationen von Schülern, wie Sie sie mit uns hatten.
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Das Lied der Lehrer für die Abschlussklassen
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Zweitausendzwei mit grade erst zwölf Jahr'n
In das Schulzentrum kamen sie gefahren
Schon am ersten Tag fing das Pauken an
Damit jeder den Abschluss schaffen kann
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Refrain:
Heute feiern wir den Abschluss
Schön war unsre Zeit
Heute feiern wir den Abschluss
Jetzt ist es so weit
Denn nun endlich lassen wir euch geh'n
Auch wenn Tränen in den Augen steh'n
Heute feiern wir den Abschluss
unsrer Klassen zehn |
Mit Beständigkeit, nana, die Abschlussklassen
Mit Ideen und Fleiß, nana, die Abschlussklassen
Haben sie erreicht, nana, den Abschluss heute
Die Klassen zehn
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Doch die Schüler blieb'n nicht lang klein
Sie wollten erwachsen und schlauer sein
Und so lernten sie Englisch und Physik
Und kämpften auch mit der Mathematik
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| Refrain... |

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Als Klasse neun noch im Schulzentrum
In der Zehn zogen sie in die Stadtmitte um
Auf Vergleichsarbeit folgt die Klassenfahrt
Mündliche Prüfung, Schule, die ist hart
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| Refrain... |
Melodie: Schuld war nur der Bossa Nova
Text: Formann
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